Kleine Essays

Es handelt sich um kleine Arbeiten von mir, die sich noch im Stadium des Überarbeitens befinden. Deswegen sind jedem Artikel am Ende "Zusätze" hinzugefügt, die ggf. eingearbeitet werden. Diese Artikel verstehe ich als "funktionale" Bausteine, die die Theorie der Eigenbewegung zusätzlich fundieren sollen.  

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1.  Ein Leserbrief  „Ein Nahversorger in Tarup hat Zukunft"  zur Unterstüzung einer Initative

2. Wie das Wie realisieren- Erste Gedanken zur atomfreien Zeit nach Fukushima

3. Klassen und Klassenbewusstsein

4. Entgegensetzen und Unterscheiden

5. Der Motor aus anthropologischer Sicht

6. Warum der Begriff der Eigenbewegung unverzichtbar ist? -  Das „motorisierte Auge“ ist eine Defizitform

7. Banken und Gesellschaft

8. Die gute und die schlechte Seite der Moderne

9. Eigenbewegung (in Wikipedia gelöscht)

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1. „Ein Nahversorger in Tarup hat Zukunft

Obwohl die engagierte Bürgerinitiative „Treffpunkt Tarup“ aus meiner
Sicht über ein überzeugendes Nutzungskonzept verfügt und bereitwillige
Investoren gefunden hat, gibt es beträchtliche Hindernisse. Die Nospa,
der dänische Insolvenzverwalter und offensichtlich auch die Politik
scheinen in dem vorgelegten Projekt keine wirtschaftlich vertretbare
Lösung zu sehen, obwohl sich  die Situation inzwischen positiv für den
Standort Tarup verändert hat, was aber von den drei Institutionen bisher
   nicht wahrgenommen wurde.

A.     Die  Schließung des Edeka-Marktes vor nun fast zwei Jahren hat
bei vielen Bürgern zur  Einsicht geführt, dass sie zu dessen Schließung
beigetragen haben, weil sie dort nur selten einkauften. Häufig höre ich
inzwischen den Satz „Das würde ich nun anders machen.“ Auch erkennen
viele,  dass die  Fahrten  zu den bekannten Einkaufszentren unterm
Strich nicht billig sind  und dass ein übergroßes Angebot gar nicht so
lebensnotwendig ist.

B.     Bürgermeister Henning Brüggemann, Vorsitzender des Klimapakts,
hat mit Recht kein Verständnis dafür, wenn man mit dem Auto zum
Brötchenholen fährt. Das verallgemeinert: Nahversorger, die ohne
größeren Aufwand zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sind, sind auch ein
Beitrag zum Klimaschutz.

C.     Immer mehr Taruper Bürgern wird bewusst, dass sie in einem
Stadtteil ohne  Mittelpunkt wohnen.  Ein Einkaufszentrum in Tarup gäbe
diesem Stadtteil wieder ein  sichtbares und ansprechendes  Zentrum, wo
man sich trifft, austauscht und  kennen lernt, kurz: ein Ort, an dem
eine lebendige Öffentlichkeit sich entwickeln kann.

D.     Das Bewusstsein für eine nachhaltige und zukunftorientierte
Entwicklung steigt. Das bisherige Konzept der Ausweitung des
Individualverkehrs erreicht Grenzen: Einerseits werden die Energiekosten
   notwendigerweise weiter steigen, andererseits werden die
krankmachenden Folgen durch den Verzicht auf Eigenbewegung in
Alltagssituationen  immer offensichtlicher. Das Ende der Bequemlichkeit
naht. Eine Entwicklung zu kleinteiligen Strukturen mit gut erreichbaren
   Einrichtungen wird notwendigerweise die Folge sein.  Nahstrukturen
sind nachhaltiger und letztlich zukunftssicherer.


Ich appelliere deshalb an die  Nospa, den Insolvenzverwalter und die
Stadt Flensburg, nicht von Verhältnissen von vor zwei Jahren auf
zukünftige zu schließen, denn das wäre Denkfaulheit zum Nachteil der
Zukunft.  Gleichzeitig fordere ich alle Taruper Bürger auf, sich ihrer
Verantwortung gegenüber ihrem Stadtteil zu öffnen, diesen nicht nur als
reinen Platzhalter für ihr Wohnen zu betrachten, sondern sich aktiv in
die dortige soziale Situation zu integrieren– und das hieße auch, dort
in Zukunft so viel wie möglich einzukaufen – wenn wir endlich wieder
einen Nahversorger haben.“ 


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Wie das Wie realisieren? - Erste Gedanken zur atomfreien Zeit  nach
Fukushima  
(erschienen in dem Onlinemagazin "Iley")

Zumindest nach Fukushima geht es nicht mehr um das „Ob“, sondern um
das „Wie“. Gegen die Atomenergie zu sein, ist notwendig, aber nicht
hinreichend. Es müssen Wege  aufgezeigt werden, wie der  riesige
weltweite Energiebedarf  verkleinert werden kann.
Nach Hans-Peter Dürr  entsprechen die Energieumsätze  um 2003 weltweit
der Einwirkung von 130 Milliarden Energiesklaven, wobei vier
Energiesklaven die physische Arbeit eines Pferdes (PS) zwölf Stunden
am Tag ohne Pausen leisten.  Ein  US-Amerikaner beschäftigt
hundertzehn, ein Europäer sechzig, ein Chinese acht  und ein
Bangladeschi weniger als einen (1)  Energiesklaven für sich, wobei
sich diese Zahlen seit jener Zeit wiederum  nach oben verschoben
haben. Dürr bemerkt zu den notwendigen Veränderungen, dass sie trotz
alledem kein steinzeitartiges Leben verlangten oder dass wir künftig
nicht  in "Schutt und Asche" vegetieren müssten, sondern  bei heutiger
Technik für alle wenigstens den Lebensstandard eines Schweizers von
1969 ermöglichen, was dem Einsatz von fünfzehn Energiesklaven entspricht.

Dieser in etwa anzustrebende Wert  im Energieverbrauch   ist nur durch
eine Änderung des gegenwärtig vorherrschenden individuellen und
kollektiven Lebensstils zu erreichen. Der bisherige Lebensstil, der
auf  Bedürfnisse und Prinzipien wie Bequemlichkeit, Schnelligkeit,
Fernreisen, Vergrößerung des Warenkorbs und Billigkeit ausgerichtet
ist, muss  durch Sparsamkeit, Nachhaltigkeit, Intensität der sozialen
Beziehungen und Naturbegegnungen, regionales Handeln,  Bildung
relativiert  werden:  Geistig-seelisch statt materielle Ausrichtung,
Eigenbewegung statt Fremdbewegung, das Nahe statt das Ferne. Die
Erhaltung der Erde hat Vorrang vor Wirtschaft. Das gilt allerdings
nur, wenn es um  Bedürfnisse geht, die nicht  der Selbsterhaltung dienen.

Diese sehr allgemein gehaltenen Forderungen in nüchternen  Begriffen
und systematische ausgedrückt: Die  vier Felder: Alternative
Technologien, Effizienzsteigerung, kollektives und individuelles
Sparen und Selbstversorgung wären Kandidaten für Maßnahmen zur
Reduzierung des Energiebedarfs. Dazu einige Anmerkungen und Bewertungen:
- Die   Entwicklung und Realisierung der Alternativen Technologien
sind  auf dem richtigen Wege, in ihnen steckt aber ein größeres
Potential.
- Die Effizienzsteigerung im kollektiven und individuellen Gebrauch
ist,  trotz einiger isolierter Erfolge, insgesamt  noch
unbefriedigend. Das liegt nicht nur in Nachlässigkeit und
Bequemlichkeit begründet, sondern oft auch in Unwissenheit bzw. Fehlen
der notwendigen Voraussetzungen.
- Gleiches gilt für Einsparungen in  den vier  Bereichen Wärme,
Beleuchtung, Verkehr und Produktion. In der Produktion sehe ich großes
Potential in der Beschränkung auf sinnvolle  Produkte, nicht so sehr
im Produktionsprozess selbst, wenn es um die Ersetzung von körperlich
schwerer und geistig stupider Arbeit geht.
- Die  Selbstversorgung ist  praktisch zum Erliegen gekommen:
Schrebergartenkolonien, Gärten oder  Obstbäume an öffentlichen Wegen
sind Belege dafür.  Die Schönheit des Erntens ist keine Realerfahrung
mehr, und die vielfältigen Ideen der ökologischen Bewegung um 1980
sind nicht mehr existent.

Die Umstellung von energieaufwendigen zu ernergiesparsamen
Lebensstilen wird gesellschaftlich und individuell große Probleme und
Aufgaben nach sich ziehen. Die  Folgen für Wirtschaft, für
Arbeitsplätze, für soziale Sicherungssysteme sind unübersehbar. Hier
haben Schönrednereien keinen Platz, sondern es bedarf  des
schonungslosen Muts eines  „ökologischen Churchills“. Ich denke aber,
dass die  Zukunftssicherung der Erde und der nachfolgenden
Generationen  nicht Schmerzen, sondern materieller Einschränkungen
bedarf. Das ist ein großer Unterschied, zumal diese Einschränkungen
teilweise auch  ein Mehr an Lebensqualität mit sich bringen.

Da in jeder alternativen Bewegung  Änderungen und damit unter
Umständen Zwang verlangt werden bis hin zur  Gefahr einer ökologischen
Diktatur, gilt es, den notwendigen Zwang  soweit wie möglich
einzuschränken und mit vielen Freiheitsgraden auszustatten:  In
welchem Feld oder in welchem „Mix“ Energieeinsparungen realisiert
werden,  sollte von jedem Kollektiv und  Individuum autonom
entschieden werden.    Eine Hilfe könnte  sein,  eine  negative
Hierarchie seines  Energieverbrauchs aufzustellen, die mit den
energiegestützten Aktivitäten beginnt, die man entweder gar nicht in
Anspruch nimmt oder auf die man leicht verzichten könnte. Am Ende
ständen schmerzhafte Verzichte, die noch gerade oberhalb der
Selbsterhaltung enden. Meine Liste könnte wie folgt aussehen: Verzicht
auf  Motorensport zu Land, Wasser und Luft in  jeglicher Art,
Hallenbäder, exotische Früchte,  Fernreisen,  Fernsehapparat
insbesondere mit großflächigen Mattscheiben, Auto, Geschirrspüler.
Schwieriger wäre schon der Verzicht auf das tägliche Duschen, auf
Zugfahrten und Internetnutzung. Das ist meine Liste, die meines
Freundes sieht schon anders aus,  denn jeder muss  selbst entscheiden,
wo sie oder er Energie sparen wird.

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Klassen und Klassenbewusstsein

Meine Umdeutung eines Grundgedankens von  Marx: Nach Marx ermöglichen die jeweils in einer Gesellschaft bestehenden Produktionsverhältnisse die Entwicklung der Produktivkräfte bis zu einem bestimmten Stand, von dem ab dann deren Ermöglichung in Fesselung umschlägt. Auf dieser Entwicklungsstufe  entstehen gesellschaftliche Spannungen, die schließlich zu einer gewaltsamen  Umwandlung der Produktionsverhältnisse führen, die nun eine weitere Entwicklung der Produktivkräfte ermöglichen. Nach Marx bestehen die  Produktionsverhältnisse  aus sich antagonistisch gegenüberstehenden Klassen, wobei die herrschende Klasse über die materielle und symbolische Macht in einer Gesellschaft verfügt. Dieser Klassenbegriff entspricht meinen Wahrnehmungen nach nicht mehr  der Wirklichkeit. Einerseits  bestehen zwar die Klassen - von der materiellen Ausstattung mit Gütern  her gesehen - weiterhin, wobei sich  hier die Schere  noch weiter öffnet. Anderseits haben sich die Klassen - vom Bewusstsein und vom Informationsstand her  gesehen - in eine relativ homogene Einheitsgesellschaft aufgelöst. Alle definieren sich über den Konsum. Tendenziell fühlt sich keiner mehr als Herr, sondern mehr als Getriebener  bis hin zu Opfer. Und dieses Gefühl ist berechtigt, denn es herrscht die Logik des Gesamtsystems, das entscheidend von der Entwicklung der Produktivkräfte gesteuert wird. Phänomene wie Hochkultur, Tradition,  konkrete Naturdinge, unteres oder oberes Klassenbewusstsein,  substantieller Individualismus sind für den gegenwärtigen Entwicklungsstand und für die weitere Entwicklung der Produktivkräfte (ich denke da insbesondere an die neuen Medien und Transporttechnologien) hemmend und verschwinden  immer schneller aus Praxis, Wertekanon und Bewusstsein. Die gegenwärtige Technologie braucht heute als optimales Umfeld die  homogene Einheitsgesellschaft, deren Mitglieder sich nur noch quantitativ im Haben von Konsumgütern unterscheiden: Alle machen (Fern-)Reisen, alle haben Autos, alle benutzen die gleichen Medien, alle verfügen über beträchtliches Eigentum. Die Frage ist, ob in Zukunft auch die quantitativen Differenzen eine Fesselung für die Produktivkräfte sein werden und deswegen ebenfalls verschwinden müssen. Ob damit viel an (Hoch-) Kultur und Humanität gewonnen ist, wage ich zu bezweifeln.

Der materielle Reichtum hat sich in den letzten 50 Jahren versiebenfacht (Mathias Greffrath). Damit haben die Waren allein dank ihres schieren Umfangs Macht über den Menschen erlangt. Die rationale Bewirtschaftung dieser Massen umfasst vieles: Sich systematisch über die Fülle der Angebote in verschiedenen Medien einschließlich Sonderkonditionen informieren, die Preise vergleichen und  sich entscheiden,  den Kaufakt  auf direktem oder  indirektem Wege einschließlich der Kenntnis und Bestimmung notwendiger Infrastrukturen  eruieren und  organisieren, die Unterbringung  und Pflege der Waren, über deren Verweildauer entscheiden und letztlich deren Entsorgung . All diese Aktivitäten verlangen umfassendes Wissen, „Ausbildung“,  große Flexibilität,  Einsatz,  Konzentration, Ausdauer und fressen viel Zeit. Insgesamt Anforderungen, die denen eines Berufs nahe kommen. Mit anderen Worten: Nach meinen Erfahrungen  hat sich insbesondere in den letzten zwanzig Jahren  ein mit einem Beruf vergleichbares, abgrenzbares und zusammenhängendes Tätigkeitsfeld herauskristallisiert, das  ich vorläufig – bis ein passenderes Wort gefunden wird – „Warenverwalter bzw. Warenverwalterin“ nenne. Diese Entwicklung findet nur noch in der Dimension des Habens (Erich Fromm) statt und verselbstständigt sich zunehmend. Der oder die Agierende wird zu einem privaten  homo oeconomicus, d. h. die  Firma ist der private Haushalt. Beide sind vom Aufwand her vergleichbar. Wohl gemerkt, es geht hier nicht um das Konsumieren an sich, sondern um den heute so aufwendigen Erwerbsvorgang.

Da dieses Tätigkeitsfeld  als Arbeit noch nicht auf den Begriff gebracht worden ist, ist es nicht verwunderlich, dass selbst die Betroffenen diesen Prozess  als Arbeit und Beruf noch nicht wahrgenommen haben,  zumal die Waren produzierende Industrie und der Handel alles unternehmen, den Arbeitscharakter dieser Tätigkeiten nicht ins Bewusstsein gelangen zu lassen, indem sie dafür sorgen, dass sie als reiner Lustgewinn wahrgenommen und interpretiert werden. 

Eine Pointe dieser Ausführungen liegt im Folgenden:  Es besteht keine Notwendigkeit mehr, von qualitativ verschiedenen Klassen zu sprechen, denn es gibt heute  nicht mehr qualitative, sondern nur noch quantitative Unterschiede, die allerdings massiv sind. Mit anderen Worten: Die gegenwärtige Gesellschaft kennt tendenziell nur noch eine (1) Qualität, die des Konsumerwerbs. Es gibt also nicht zwei oder mehrere verschiedene Qualitäten, die es rechtfertigen, zwei oder mehrere Klassen zu konstituieren bzw. zu bestimmen. Es gibt nur noch quantitative Unterschiede innerhalb der einen vorhandenen Qualität. Es wäre daher unsinnig, von mehreren Klassen zu sprechen oder die Gesellschaft mit einer einzigen Klasse auszustatten.  Diese behauptete Eindimensionalität ist die Haupttendenz  der gesellschaftlichen Entwicklung.   Natürlich gibt es innerhalb dieser dominierenden Dimension Binnendifferenzierungen wie in der Autowelt zwischen Porsche und Smart, zwischen Autos mit konventionellen und Elektroantrieb - oder aus ökonomischen Gründen nur den Wunsch nach diesen Dingen.  Aber  Praxen und Wunschwelten  jenseits dieser Systemgrenzen sind substantiell  nur in Spuren vorhanden. 

Die  gegenwärtigen „hemmenden“ Faktoren für die weitere Entwicklung der Produktivkräfte ist also nicht mehr die Klassenstruktur einer Gesellschaft,  sondern die noch wirksamen  materiellen und ideellen Werte, die  momentan in breiter Front  höchst wirkungsvoll auf praktischer Ebene demontiert werden. Diese Werte, die man auch als Gebrauchswerte im weitesten Sinne bezeichnen kann, werden durch Tauschwerte ersetzt. Den Tauschcharakter einer Ware erkennt man relativ leicht  an der Verpackung, an der Werbung und  oft am Design. Offensichtlich vollkommen unbemerkt daherkommend ist dagegen die Durchsetzung des Tauschwertes im Denken, Fühlen und Handeln von  immer mehr Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Was ist damit gemeint? Der Tauschwert ist primär keine materielle Eigenschaft, sondern eine Haltung und Einstellung zu Dingen und Waren im Modus des Habens. Diese Haltung des Habenwollens von so vielen Dingen und Waren wie möglich ist das Endziel des Denkens und Handelns. Ein kritisches Hinterfragen des Habens sowohl als Haltung als auch bezüglich Sinnhaftigkeit, Ausbeutung, ökologischer Belastung  von bestimmten Waren ist deshalb unmöglich, weil es eben das letzte Ziel ist. Die Haltung des Habens ist kritikresistent, denn es  gibt nicht die Möglichkeiten der Ablehnung, der Negation, der Abweichung. Der Mensch liebt zwar  immer noch  Dinge, Orte und auch Menschen, aber sie sind tendenziell problemlos austauschbar mit anderen Dingen, Orten und Menschen, die der Markt mit aller vorhandenen Macht anbietet und durchsetzt. 

Indem wir zulassen, dass die Wertewelt auf einen Wert (Konsum) verengt wird, sind zugleich wir aktiver und passiver Teil  dieser eindimensionalen Welt geworden.  Kritik wird somit zugleich unumgänglich Selbstkritik, wobei letztere es immer besonders schwer hat. Deswegen soll dieser Essay mit einer zweifachen Kritik meiner Kritik beendet werden:  Wie vielleicht einige meiner Aussagen suggerieren, ist real die Dialektik nicht festgestellt, denn immer wieder zeigen sich, oft unerwartet, hoffnungsvolle Gegentendenzen, zu denen vorliegender Artikel übrigens auch zählen möchte. In diesem Zusammenhang bin ich übrigens der dogmatischen Meinung, dass unser Rechtsstaat eine unhinterfragbare und unverzichtbare Bedingung für eine nicht still gestellte Dialektik ist.  Und es  gibt allein schon des Todes wegen keine absolut  stabilen und „ewigen“ Beziehungen  zu den Dingen und Menschen, was auch nicht einmal wünschenswert wäre.  Aber es gibt ein jeweiliges Optimum der Stabilität – und das anzustreben wäre die regulative Idee unserer Bemühungen in humaner und ökologischer Absicht. 

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Entgegensetzen und Unterscheiden

Es wäre falsch, Eigenbewegung und Fremdbewegung als absolute Gegensätze aufzufassen. Dagegen spricht schon, dass in beiden Begriffen „Bewegung“ enthalten ist, sie also neben Unterschieden Gemeinsames haben wie Ortswechsel, neue Räume erschließen, ein Ziel erreichen, „dabei sein“. Wenn ein weit entferntes Ziel erreicht werden soll, ist Fremdbewegung unverzichtbar. Nicht immer ist ein Entweder-Oder angesagt.
Eine „Entgegensetzung“ ist eine Beziehung, in der die beiden  Pole nichts Gemeinsames, keine gemeinsame Schnittmenge haben. Ein  „Unterschied“ ist  dagegen eine Beziehung,  in der  die  Pole Anteile vom  jeweils anderen Pol haben. Beide Pole der Unterscheidung sind also  immer ein Gemisch von   graduellen Unterschieden. So ist das Begriffspaar „Natur und Kultur“ keine  Entgegensetzung, sondern  eine Unterscheidung:  In  Natur ist  immer Kultur und in Kultur immer Natur enthalten. Denn jedes natürliche Ding ist kulturell überformt: Es  gibt  heute keine von Menschen unberührten Ökosysteme mehr und selbst der Begriff  „Natur“ gehört  eindeutig zur Kultur. Umgekehrt ist jeder kulturelle Gegenstand letztlich aus Natur hervorgegangen. Auch  der Kultur schaffende Mensch hat   nicht nur kulturelle, sondern auch natürliche Anteile in sich.
Und das gilt für jeden Dualismus wie Subjekt und Objekt, Eigenbewegung und Fremdbewegung, Kritik und Kritisiertes. Heinrich Heine hat sich  nie als das Gegenteil von der Masse betrachtet. Er ließ immer durchblicken, dass das von ihm Kritisierte auch in ihm selbst vorhanden war. Oder Thomas Manns Diktum, dass er nach rechts ginge, wenn das Schiff nach links absacke und umgekehrt. Selbstironie, über die beide Autoren reichlich verfügten,  untergräbt ebenfalls die Gefahren einer Verabsolutierung.
Entgegensetzungen erweisen sich bei genauer Analyse als Unterschiede.  Entgegensetzungen gibt es  nur auf der Ebene der Sprache, nicht in der Realität. Setzt  man Sprache mit Realität gleich, ist man also schnell im Irrtum. Es gibt real also nur  Richtungen, Schwerpunkte, Akzentuierungen und damit Hierarchien. Diese Auffassung ist nicht neu, sondern wird beispielsweise in der Dialektik, im Dekonstruktivismus oder  in der Hybrid-Theorie ausdrücklich thematisiert. Dass es trotzdem immer wieder zu Rückfällen in die Entgegensetzung kommt, liegt einerseits in der linearen Struktur der Sprache, andererseits im Wesen des Begriffs begründet, der eingrenzt und ausgrenzt, gleichzeitig etwas sagt und nicht sagt. Das Ausgegrenzte gibt aber keine Ruhe, überwindet die willkürliche Grenze. Ich denke, solange wir sprechen, befinden wir uns in dieser Gefahr und können sie nur relativieren, indem wir sie ständig im Hinterkopf haben und falls nötig, auch artikulieren.



Der Motor aus anthropologischer Sicht
1. Die uns umgebende Dinge teile ich  nach dem Kriterium „Natur-Technik-Anteile“ in vier Gruppen: a)  reine Natur (wie in einigen Naturschutzgebieten), b)  nichtmaschinelle Gebrauchsgegenstände (von Bett bis Straßen),  c) Werkzeuge und Maschinen, die mit menschlicher, animalischer oder Naturkräften   betrieben werden (von Messer bis Fahrrad) und  d)  motorenbetriebene Maschinen (von Autos, elektrischen Zahnbürsten, automatisch sich öffnenden Türen bis Fernseher).  Die Reihenfolge spiegelt  die historische Entwicklung.

2. In welchem Verhältnis stehen Motore zur Technik? Motore sind eine Teilmenge der Technik. Betrachten wir zuerst die Technik: Jeder  Herstellungsakt bedarf eines Könnens, das die Griechen mit techne bezeichneten.  Technisches Denken ist ein, vielleicht das  konstituierende Merkmal des Menschen.  Die Struktur dieses  inneren Könnens führte schnell zum Erfinden von (äußerlichen) Werkzeugen und später zu einfachen Maschinen wie Wassermühlen, die von Naturkräften angetrieben werden mussten. Mit der Erfindung der Dampfmaschine von James Watt im Jahre 1764 begann das Zeitalter der Motore, die– im Gegensatz zu den bisher von Naturkräften abhängigen Maschinen -  grundsätzlich von Ort und Zeit unabhängig sind und vor allem ständig in ihrer Effizienz gesteigert und in ihrer Ausdehnung verkleinert werden können, so dass sie jetzt überall problemlos selbst ins Körperinnere eingebaut werden können. Der lange noch nicht beendete Siegeszug der Motore hatte seinen Schwerpunkt bis zum Zweiten Weltkrieg primär in der Produktion, danach begann erst langsam, dann immer schneller das Eindringen von Motoren in die Lebenswelt und dann in das Leben selbst.

3. „In das Leben selbst“ meint zweierlei: Zum einen wurde der Einsatz von Tieren zur Verrichtung von Arbeit schlicht abgeschafft und durch Motore ersetzt, zum anderen ersetzen Motore ebenfalls zunehmend Muskelbewegungen des Menschen. Die muskuläre Haupttätigkeit besteht heute darin,  Knöpfe zu bewegen. Ausdauernde Füße und geschickte Hände haben im Produktionsbereich und im normalen Alltagsvollzug keine Funktion mehr. Nicht umsonst spricht man in diesem Zusammenhang von der sitzenden Gesellschaft. Aber es ist nicht zu bezweifeln, dass  Motore die Möglichkeiten der menschlichen Wahrnehmung nahezu ins Unermessliche gesteigert haben (man denke nur an die vielen Fernsehprogramme), jedoch um den Preis der Stillstellung der Muskeln des Menschen, denn Motore erweitern nicht, sondern ersetzen die Muskeln.
  
4. Man kann  diese Entwicklung – wie  faktisch die gesamte Menschheit zumindest  auf praktischer Ebene denken, fühlen und handeln – als naturwüchsig und damit nicht beeinflussbar halten. Dem widerspreche ich entschieden, denn mit dieser universellen Ersetzung, statt des sinnvollen Einsatzes in begrenzten Feldern,  verschwindet meiner Ansicht nach langfristig  der  Mensch als Mensch. Warum diese radikale Aussage?

5. Das entscheidende Kennzeichen der lebendigen Natur ist das Vorhandensein und der Einsatz  von inneren und äußeren Bewegungen. Wenn Motore inzwischen auch zu einem Selbstzweck geworden sind, so besteht ihre wesentliche Hauptfunktion immer noch darin, die Bewegungen des Menschen zu ersetzen – mit der Folge,  dass der Motor sich bewegt, nicht der Nutzer. Nicht „Ich bin beweglich“, sondern meine von mir benutzten Motore sind beweglich. Je mehr  Motore Bewegungen von mir  übernehmen, desto überflüssiger wird mein realer Leib. Was passiert mit meinem Gehirn, meinem Geist oder gar meinem rein geistigen Ich, wenn dieser Prozess der universellen Motorisierung weiter voranschreitet? Wir haben kein empirisches Wissen darüber, wie ein körperloses Gehirn in einem Retortenglas in einer Nährstofflösung „lebt“, geschweige über ein immaterielle Ich. Wir wissen nur aus  sinnlichen Deprivationsexperimenten, wie kurzfristig die Probanden diesen Zustand  aushalten. Körperlosigkeit muss die Hölle, nicht das Paradies des Menschen sein. 

6. Fazit: Nicht die Technik ist das Fremde und das Andere, sondern die Motoren. Motore ersetzen die Muskeln, die Muskeln konstituieren aber den Menschen. Der Motor bewirkt nicht nur die Trennung des Körpers von der realen Umwelt, sondern  die Trennung des wahrnehmenden Ichs von seinem eigenen Körper. Das ist  der Selbstmord des Ichs, weil dieser enteignende Prozess von ihm selbst initiiert wurde und wird. Aber genau analysiert, ist dieser Selbstmord eine  hypothetische Aussage, denn wir (noch) körperlich existierenden Menschen können absolut nicht wissen, wie es ist, ein Ich ohne Körper zu sein. Es gibt fundierte Vermutungen, dass ein körperloses Ich über kein Selbstbewusstsein mehr verfügt, sondern nur noch funktioniert. Wenn das zutrifft, dann wären die Motore die evolutionären Nachfolger des Menschen.  

Zusatz: Es geht hier nicht um die ökologische oder ökonomische Dimension des Motors

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Warum der Begriff der Eigenbewegung unverzichtbar ist? -  Das „motorisierte Auge“ ist eine Defizitform
Ich teile die Dinge bzw. Körper  der Welt in anorganische, organische und Artefakte (der Motor ist ein besonderes  Artefakt).  Im Zusammenhang mit der Eigenbewegung sind folgende Prozesse auf und in den Körpern wichtig: 

Der Begriff Eigenbewegung hat aus folgendem Grund bisher nicht die Bedeutung und Verbreitung erlangt, die er haben müsste: Nach  Anson Rabinbach in  "Motor Mensch. Kraft, Ermüdung und die Ursprünge der Moderne" (2001) haben  die  Pioniere der Theorie der  Krafterhaltung (hier insbesondere Hermann von Helmholtz 1821 – 1894) einen einheitlichen Kraftbegriff herausgearbeitet, so dass jede Energieform in eine andere verwandelt werden kann, denn die verschiedenen Kraftformen  sind  Manifestationen einer einzigen Kraft. Im Rahmen dieses einheitlichen Kraft- und Bewegungsbildes sehen selbst die Biologie und Medizin  keinen Grund, den Bewegungsbegriff zu differenzieren.  Meines Wissens nach war es erst Ivan Illich (1980),  der mit der Unterscheidung von metabolischer und exogener Energie die Notwendigkeit legitimierte, von zwei verschiedenen Qualitäten der  Bewegung zu sprechen, die dann von einigen Autoren, so von Niemann (1996) und auch von mir (Maaßen, 2006) in Eigenbewegung (Lebewesen) und Fremdbewegung (Motore) differenziert wurde. 

Da insbesondere in den letzten Jahrzehnten motorenbetriebene Maschinen nicht nur umfassend  in der Produktion eingesetzt werden, sondern auch massiv das Alltagsleben bestimmen, ergibt sich  zwangsläufig die Aufgabe, zwischen beiden Bewegungsformen zu unterscheiden, um so den Zugang zu notwendigen und alternativen  Handlungsmöglichkeiten zu öffnen.  Die folgende begriffliche Unterscheidung von Eigenbewegung und Fremdbewegung beruht auf folgende Überlegungen:

1.    Für alle Körper gilt: Von außen wirken auf sie Massenanziehungskräfte, in ihnen  wirken Verschleißprozesse (=  Entropie) und sie haben Wirkungen auf ihre Umwelt.    

2.    Im Inneren von Lebewesen und Motoren wird potentielle Energie, z. B. in Form von Nahrungsmitteln oder Benzin, gelagert, die auf  einen Impuls hin freigesetzt und in Bewegung überführt wird: Sie führen  Eigenbewegungen  durch.  Aus dieser Perspektive  gesehen sind beide in ihrer Bewegungsfähigkeit und Realisation   autonom.  Zwischen beiden besteht in dieser Hinsicht kein grundsätzlicher Unterschied.
 
3.    Aber einer anderen  Unterschied ist wesentlich: Motorbewegungen haben auf ihren „Motorkörper“ außer dem oben genannten Verschleiß keine Wirkungen, während menschliche Bewegungen (und die anderer Lebewesen) neben dem Körperverschleiß substantielle Veränderungen auf Körper, Geist und Seele in Form von einzigartigen Aufbauprozessen (= negative Entropie) wie   Muskeln, Willen und Ichidentität stärken und sinnliche Dingerfahrungen vermehren zur Folge haben.

4.    Die Entscheidung für die Realisierung einer motorisierten oder menschlichen Bewegung liegt grundsätzlich im (!) menschlichen Subjekt, während die Bewegung selbst dann ein rein physisch/physiologischer Vorgang ist, der ständig durch neue Entscheidungen in seinem Verlauf und Intensität beeinflusst werden kann.

5.    Wer seine Eigenbewegung auf Motore überträgt, verhindert Aufbauprozesse  und verzichtet auf bestimmte Wirkungen auf die jeweilige Außenwelt. Ein Beispiel für innere und äußere Wirkungen, die gleichzeitig stattfinden:  Wenn ich tanze, verbessere ich  meine körperlichen und mentalen Fähigkeiten (Innenwirkung) und erfreue gleichzeitig  meine Tanzpartnerin (Außenwirkung).

6.    Menschen, die ihre Eigenbewegung den Motoren überlassen, werden faktisch selbst zu   Motoren, die wie  mit einem Filmapparat ausgestattet sind. Man könnte auch von „motorisierten Augen“ sprechen. Diese  bewegungslose Lebensform genügt vielen Menschen offensichtlich.

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Banken und Gesellschaft

In einem Kommentar der FAZ wird analysiert: Seit den siebziger Jahren steigen in Deutschland die Ausgaben des Staates schneller als die Einnahmen (z. B. im Gegensatz zur Schweiz). Durch das Öffnen aller Geldschleusen erzeugte man Wachstum aber gleichzeitig trieben sie  durch niedrige  Zinsen und hohe Inflation Staaten, Unternehmen und Privatleute in die Verschuldung. In einer Welt mit zu viel und zu billigem Geld erhöhen alle ihr Risiko. Es entstehen Preisblasen an Vermögensmärkten, bis die Spekulation am Aktien-, Kapital- oder Häusermarkt platzt. Am großen Rad des billigen Geldes drehten alle mit.  Das ist allerdings„nur“ eine von zumindest zwei  Dimensionen. Die aus meiner Sicht entscheidende ökologische Dimension wird überall, übrigens auch von den Grünen, konsequent ausgeblendet:  Die bisher immer größeren Preisblasen realisieren  sich  in Infrastrukturmaßnahmen bis zum privaten Konsum. Das reicht von dem Bau von allgemeinen Krankenhäuser, Konzertsälen, Autobahnen bis hin zu privaten Häusern, Flugreisen und Anzügen. Wobei jeder ausgegebene Euro  zumindest am Ende der Kette   zu geformter Materie und Energie wird, egal, ob Endprodukt oder Mittel. Das dafür notwendige  Quantum von Materie und Energie entspricht genau der? der ökologischen Belastung und Transformation der Natur. Wenn das stimmt, dann wäre Schuldenabbau gleichzeitig eine  genuin ökologische Maßnahme. Aus dieser Logik ergibt sich übrigens:  Die Begründung der Gewerkschaftler, dass massive Lohnzuwächse die Binnennachfrage stärke, stimmt auf dem ersten Blick, auf dem zweiten ist es ein Münchhausen-Trick, sich an seinem eigenen Schopfe aus dem Sumpf zu ziehen. Warum: Die Lohnzuwächse müssen bezahlt werden, wenn kein reales Äquivalent vorhanden ist, wird eben „in die Blase gepustet“.

Mir geht es aufzuzeigen, dass Ökonomie und Ökologie zwei Seiten desselben Prozesses sind. Ein Wissen, über dass weder bürgerliche noch marxistische Ökonomen und Politiker vor 1970 verfügten und erst durch die danach einsetzende Ökologiebewegung teilweise ins öffentliche Bewusstsein drang und jetzt wieder im Nowhere verschwunden ist bzw. verdrängt wurde.  

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Die gute und die schlechte Seite der Moderne

Jeder Kaufakt von Waren und Dienstleistungen ist auch ein politischer, denn er hat Folgen auf Ökologie und auf die Gesellschaft einschließlich der sozialen und baulichen Strukturen. Die Summe aller dieser Kaufakte auf globaler Ebene hat inzwischen  Größen und Qualitäten angenommen, die ökologisch absolut unverträglich sind:  Die Lebensgrundlagen aller Lebewesen, letztlich auch die das Menschen, sind bereits zerstört oder stehen  vor ihrer Vernichtung. Diese Folgen sind natürlich nicht intendiert, sondern Nebenfolgen eines Handelns, das im Kleide der Normalität daher kommen.
Allgemeiner formuliert: Inhumane Handlungen haben in der Geschichte  in der Regel  verschiedene Quellen:  Die einzigartigen Verbrechen Deutschlands während des Nationalsozialismus oder Gräueltaten während der Stauferherrschaft im Mittelalter (darüber lese ich gerade), sind für mich Beleg dafür, dass der demokratische Rechtsstaat die große, nicht zu kritisierende  Errungenschaft der Moderne ist, was natürlich nicht eine Kritik bestimmter sozialer Prozesse und Zustände ausschließt. Fundamental verändert werden müssen allerdings   Konsums und Umfang und Weise der Produktion, weil sie unmittelbar Ursache der oben genannten ökologische Krise ist.  Wir müssen unsere Leben, unsere Zivilisation,  nachhaltig organisieren, d. h. Welt nicht für unsere Zwecke vollkommen funktionalisieren, den Akzent von materiellen Werten mehr auf geistige und soziale Werte legen. Das sagt sich leicht, aber dieser die Not wendende Umbau ist eine riesige Aufgabe, die von der Größe mit der der Industrialisierung vergleichbar ist.  Das wird man spätestens dann bemerken, wenn  abstrakten Aussagen in konkretes Handeln überführt werden. So z. B. als kleiner Fang:  im Urlaub auf das Auto verzichten.  Mein Fazit: Die Moderne ist politisch hervorragend, sozial verbesserungsfähig und ökologisch eine Katastrophe.  
Es geht primär um eine andere Zivilisation, nicht primär um eine andere Kultur.

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Eigenbewegung (Anthropologie) 

In der Anthropologie, Kognitionswissenschaft und Physiotherapie wird als Eigenbewegung eine aktive Veränderung der eigenen räumlichen Position (oder der Position eines Wahrnehmungsorgans) bezeichnet, die für die Umwelt- und Selbstwahrnehmung von entscheidender Bedeutung ist. Die Eigenbewegung und die ausgeblendete jeweilige Umwelt  bilden eine unaufhebbare Einheit, beide sind gleichwertig. Die  einseitige Funktionalisierung der Eigenbewegung auf körperliche und mentale Stärkung entspricht nicht ihren Möglichkeiten. Die Eigenbewegung  entfaltet  ihren Wert und ihr Potenzial erst in sinnen- und sinnvollen natürlichen, kulturellen und sozialen Umwelten. Sie stärkt und schont gleichzeitig diese Umwelten, so dass sie auch als eine ökologische und ökonomisch-politische Kategorie aufgefasst werden kann.   
Andere Bedeutungen des Ausdrucks Eigenbewegung finden sich in der Physik, der Technik und im Recht der privaten Unfallversicherung.

Inhaltsverzeichnis
•    1 Bewegung und Eigenbewegung in der Physik und Astronomie
•    2 Eigenbewegungen von Lebewesen
•    3 Eigenbewegungen des Menschen und Fremdbewegungen durch Motore
•    4 Eigenbewegung des Menschen als Erlebnis oder als Beschreibung
•    5 Physiologie der Eigenbewegung und ihre Funktion im Erkenntnisprozess
•    6 Bedeutung der Energie im Vermittlungsprozess
•    7 Die Einheit von Eigenbewegung und Weg
•    8 Eigenbewegung und Sport
•    9 Eigenbewegung und Gesundheit
•    10 Geschichte der Eigenbewegung
•    11 Ausblick: Eigenbewegung als ökologische, soziale und ökonomisch-politische Kategorie
•    12 Literatur
•    13 Weblinks
•    14 Belege


Bewegung und Eigenbewegung in der Physik und Astronomie

Das von Newton aufgestellte Trägheitsgesetz besagt, dass jeder Körper im Zustand der Ruhe oder in der geradlinigen, gleichförmigen Bewegung beharrt, wenn nicht eine Kraft auf ihn einwirkt.  Definiert man Ruhe als einen Spezialfall der Bewegung mit der Geschwindigkeit Null, dann befinden sich  alle Körper in Bewegung. In der Astronomie kennt man zusätzlich den Begriff der Eigenbewegung.  Wilhelm Herschel  untersuchte 1783 vierzehn Sterne, wovon sich elf auf einen gemeinsamen Punkt  hin bewegen. Den drei Sternen, deren Bewegung nicht auf diesen Punkt ausgerichtet war, schrieb er eine echte eigene Bewegung zu.
Veränderungen des jeweiligen  Bewegungs- bzw. Ruhezustands   werden  durch einwirkende Kräfte, die  immer verkörpert sind, verursacht. Diese  Gegenkräfte haben ihren Ursprung in atomaren bis kosmischen Kraftfeldern.
Der  Begriff „Energie“ konkretisiert den allgemeinen, ja metaphysischen  Begriff „Kraft“ und macht damit  Kraft anschaulicher und berechenbar. Der Begriff Kraft erscheint erstmals wohl um 1800. Oft werden beide Begriffe synonym  verwendet

Eigenbewegungen von Lebewesen
Alle Dinge der Welt werden bewegt. So sind auch Lebewesen dieser allgemein wirkenden Bewegung unterworfen, sind aber auch in der Lage, zusätzliche Bewegungen durchzuführen, die außerhalb der von der Physik beschriebenen gesetzmäßigen Bewegungen liegen.  Diese "zusätzlichen“ Bewegungen des Menschen sind von der  Bedeutung und der Sache nach  Eigenbewegungen, werden in der Literatur aber unter Benennungen  Wandern, Sport,  Bewegung,  Langsamkeit  Flüchtigkeit, Technikkritik, verinselte Kindheit, Nachhaltigkeit, sanfter Tourismus, Tod der Stadt, Verschwinden der Wirklichkeit, veränderte Wahrnehmungs- und Bewusstseinsstrukturen, Regionalismus, Kritik des Autos,  Entschleunigung, Cittaslow usw. isoliert und spezifisch definiert behandelt und dargestellt. Folgende Ausführungen führen die bereits bestehenden Theorieelemente zu einer vereinheitlichenden Theorie der Eigenbewegung  zusammen.
Ein Unterschied zwischen (allgemeinen) Bewegungen und lebendigen Eigenbewegungen besteht darin, dass bei ersteren eine Gegenkraft den jeweiligen Körper grundsätzlich immer von Außen angreift – entweder an bestimmten Stellen oder an der gesamten Oberfläche -, während bei Lebewesen der „Angriffspunkt“ der Kraft bzw. Energie im Innern wirksam ist. Eigenbewegungen bedürfen zusätzlicher Energien in Form von Nahrung, um ihre „eigenen“ Bewegungen aufrecht zu erhalten. Man unterscheidet äußere, körperlich-muskuläre von innerer, geistig-neuronaler Eigenbewegung. Die handlungstheoretische Definition „Denken ist internalisiertes Tun“ ist ein Ausdruck für diese Differenzierung.  Im Fortgang vorliegender Ausführung wird wie im alltäglichen Sprachgebrauch unter Eigenbewegung verkürzt die körperlich-muskuläre Bewegung verstanden,  die Ortsveränderung ermöglicht.  Freiheit, Geschichtlichkeit, Sprache und Eigenbewegung machen nach Eugen Fink  die vier Existenzialien des Menschen aus.
Eigenbewegungen des Menschen und Fremdbewegungen durch Motore
Der Begriff Eigenbewegung evoziert die Frage nach seinem Gegenpol, der Fremdbewegung. Fremdbewegungen sind technisch erzeugte statische oder mobile Bewegungen, die in den von Menschen geschaffenen Motoren und deren Maschinen materialisiert bzw. verkörpert sind. Da sie Eigenbewegungen von Menschen ersetzen, macht es aus dieser Perspektive Sinn, die Motorenbewegungen als Fremdbewegung zu bezeichnen. Zwischen Eigenbewegung und Fremdbewegung besteht ein wesentlich existenzieller Unterschied: Lebewesen haben im Energieeinsatz in der Evolution einen „Umweg“ eingeschlagen, indem sie die in der aufgenommenen Nahrung vorhandene Energie in körpereigene umwandeln (Assimilation), diese speichern, um bei Bedarf mit dieser Energie ihre Bewegungen autonom zu steuern. Das ist die materielle Basis für die Freiheitsräume des Menschen. Aber unzweifelhaft bestehen zwischen den Eigenbewegungen von Lebewesen und den Fremdbewegungen durch Motore strukturelle und funktionelle Ähnlichkeiten, da Technik nicht das Andere des Menschen ist, sondern zu seinen Wesensmerkmalen gehört: Menschliches Handeln besteht aus technischer Kausalität und basiert auf Freiheit. Genau diese interne Kausalität hat der Mensch in Maschinen und Motoren veräußert – oft nach dem Modell von Lebewesen. Und umgekehrt den Menschen nach dem Modell Maschine.   Aber nicht nur die Erfindung und Herstellung, sondern die manuelle Steuerung bzw. entsprechende Programme sind immer menschlichen Ursprungs. Es ist begründet, die Technik bzw. ihre Erzeugnisse als die zweite Natur des Menschen  zu bezeichnen. Aber im Gegensatz zu seiner ersten Natur ist die zweite Natur eine vom Menschen selbst geschaffene und damit unter Umständen auch veränderbar, ja rückgängig zu machen z. b. durch Abschaffung oder Nichtindienstnahme.
Eigenbewegung des Menschen als Erlebnis oder als Beschreibung
Man kann die Eigenbewegungen des Menschen unterscheiden in innere Bewegungen des Körpers, um überhaupt zu leben, in Bewegungen der Hand, um Umweltbedingungen zu verändern und Bewegungen mit dem Fuß, um Ortsveränderungen durchzuführen.
Die Eigenbewegungen aktivieren und umfassen immer den ganzen Menschen: seine äußeren Bewegungen wie die von Organen, Händen und Füße und seine inneren Bewegungen wie Bewusstsein, Wahrnehmung, Denken, Kognition, Gefühle, Wollen, Werte, Subjektivität und die Fähigkeit zur Selbstreflexion.
Die äußeren Bewegungen beginnen mit Kopfbewegungen und Bewegungen der Gliedmaßen, wobei zumindest Greif- und Saugreflex  eine angeborene Struktur besitzen. Später differenzieren sich diese Bewegungen zu spezifischen Mustern in den verschiedenen Berufen, Künsten, Freizeitaktivitäten und Alltagsverrichtungen aus.
Alle diese Prozesse haben jeweils eine subjektive und objektive Seinsweise von denkbar höchster Verschiedenheit. Die subjektive Seinsweise heißt hier: Die jeweilige Eigenbewegung erscheint im Bewusstsein eines Ichs in der ersten Person Singular und wird ausschließlich nur hier erlebt. Dieses phänomenale Bewusstsein ist eines der zentralen Probleme der Philosophie des Geistes und wird dort unter dem Begriff Qualia behandelt.  Man versteht darunter den subjektiven Erlebnisgehalt eines mentalen Zustandes. Das Erleben von Quantität und Qualität der eigenen Bewegungen ermöglicht erst das, was man als Identität bezeichnet. Dieses Erleben macht den eigentlichen und nicht ersetzbaren Wert der Eigenbewegung aus.
Erlebnisse kann man aber auch von außen mündlich oder schriftlich beschreiben, indem man sie objektiviert. Das kann auf zweierlei Weise geschehen: Einmal kann der Akteur sein Erlebnis selbst beschreiben, indem er sich zum quasi-objektiven Beobachter seines Erlebnisses macht. Oder eine Eigenbewegung wird von einem externen Beobachter wahrgenommen und beschrieben. In diesem Fall liegt vollständige Objektivität vor. Zudem entsteht im externen Beobachter – und das ist oft ein nicht wahrgenommenes Phänomen – parallel ein inneres Erlebnis, gewissermaßen eine sekundäre Qualia, sein Erleben von Eigenbewegungen eines anderen Menschen. Es entsteht Täuschung, wenn man sich, wie zum Beispiel beim Fernsehen, diese Differenz nicht bewusst macht.
Physiologie der Eigenbewegung und ihre Funktion im Erkenntnisprozess
Für die Durchführung von Eigenbewegung sind Muskel- und Nervengewebe neben den Deck- und Bindegeweben konstituierend für die Durchführung von Eigenbewegung. Die Nerven sind basal in vegetativen Prozessen, in Empfindungen, Wahrnehmungen, Gefühlen, Willen sowie in Leistungen des Verstandes und der Vernunft wirksam. Muskeln ermöglichen, Objekte von verschiedenen Standpunkten aus wahrzunehmen und Ortsveränderungen sowie Handlungen durchzuführen. Darüber hinaus sind sie substanziell in den Sinnesorganen tätig und beeinflussen bzw. „färben“ zumindest alle Nerventätigkeiten. Die Kognition hat ihren Ursprung und Schwerpunkt im Nervensystem. Dagegen haben Werte und Gefühle ihren Ursprung in den Muskeln und nicht in den Nerven - Nerven machen sie nur bewusst. Dass es Übergänge von Sein zum Bewusstsein, von Physiologie und Psychologie gibt, ist unbestritten. Der Mensch (und alle Lebewesen) ist auf eine gelingende Zusammenarbeit beider Systeme existenziell angewiesen - zumindest auf minimaler Ebene: Selbst der Fußballspieler (hier Betonung auf Muskeln) muss wissen, welche Funktion ein Tor hat und wo es steht, selbst der Philosoph (hier Betonung auf Nerven) muss zumindest seine Augen bewegen und die Seiten des Buches umschlagen bzw. die Knöpfe seines Computers bedienen.
In welchem Verhältnis stehen das Nerven- und Muskelsystem physiologisch zueinander? Auf der Ebene der Zellen lassen sich beide Systeme eindeutig unterscheiden, denn sie sind durch einen Hiatus, d. h. durch einen unüberwindbaren Graben voneinander getrennt. Zwischen ihnen gibt es, von Reflexen abgesehen, keine substanzielle Einheit. Beide Systeme befinden sich nicht in einem naturwüchsigen, prästabilisierten Gleichgewicht.
Jakob von Uexküll mit dem Funktionskreis und Viktor von Weizsäcker mit dem Gestaltkreis haben wichtige Einsichten für das Verstehen der funktionalen Einheit von Wahrnehmen und Bewegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelegt. Dass zwischen Geist und Körper eine intensive und starke „Zusammenarbeit“ bestehen muss, zeigen auch Forschungsergebnisse der Kognitionspsychologie, Entwicklungspsychologie, Deprivationstheorie und Neurophysiologie, die Arbeiten der Philosophen Schopenhauer  und Nietzsche  sowie der Pädagogen Hugo Kükelhaus und Horst Rumpf und humanistische Psychologen wie Moshé Feldenkrais und Alexander Lowen - um die bekanntesten zu nennen.
Angemerkt werden muss, dass es bis jetzt nicht eindeutig und zweifelsfrei gelungen ist, das Zusammenwirken von Muskel- und Nervensystem, den Übergang von Sein zum Bewusstsein zu beschreiben. Hier gilt immer noch das Wort von Emil Heinrich Du Bois-Reymond „Wir wissen nicht“ (ignoramus), wofür sicherlich auch das Moment der Freiheit eine Ursache ist. Da der Mensch nur über eine residuale Instinktausstattung verfügt, kann und muss er über Lernen beide Systeme stark machen und in ein Gleichgewicht bringen.
Erkenntnistheoretische Systeme, die aus der Aufklärung kommen oder ihr verpflichtet sind, haben große Schwierigkeiten, den sich bewegenden Körper systematisch-konstitutiv zu verorten. In der Einleitung zur transzendentalen Logik schreibt Kant: "Wollen wir die Rezeptivität unseres Gemüts, Vorstellungen zu empfangen, so fern es auf irgend eine Weise affiziert wird, Sinnlichkeit nennen; so ist dagegen das Vermögen, Vorstellungen selbst hervorzubringen, oder die Spontanität des Erkenntnisses, der Verstand"[1].  Sinnlichkeit und Verstand sind also die zwei Quellen der Erkenntnis. Natürlich ist auch hier die Sinnlichkeit an Sinnesorgane, insbesondere an die Augen (und damit auch an den Körper) gebunden, aber es ist eine reduzierte Sinnlichkeit, die, vom Verstand geleitet, dessen Vorgaben in der Außenwelt lediglich bestätigt. Das erkennende Subjekt wird zu einem punktförmigen, fast körperlosen Selbst und der sich bewegende Körper aus erkenntnistheoretischer Perspektive überflüssig. Wegen dieser Einseitigkeit hatten es ganzheitlich-praktische Ansätze in der Erkenntnisvermittlung an Schulen und Hochschulen schwer, angemessen berücksichtigt zu werden.
Ein weiteres Argument für die Position, dass der sich bewegende Körper eine condition humaine im Erkenntnisprozess ist, liefert folgender Hinweis: Nach der Theorie der verkörperten oder situierten Künstlichen Intelligenz scheiterten bisher alle Versuche, autonome künstliche Intelligenzsysteme zu realisieren auch daran, dass diese Systeme über keinen Körper verfügen.  Warum ist das ein Problem? Nur über den sich bewegenden Körper kommen die notwendigen und unverzichtbaren Werte in das kognitive System hinein. Diese Werte entscheiden über Setzungen, Selektionen, Präferenzen aus der unendlichen Zahl aller kombinatorischen Möglichkeiten. So ist selbst die Setzung, die Logik zur Richtschnur von wahren und falschen Verknüpfungen zu machen, eine wertende. Ginge man nicht von einem Leib aus, müsste man auf idealistische Konzepte zurückgreifen - was ja im kognitivistischen Wissenschaftsverständnis nicht zulässig wäre - oder emergenzphilosophische Konstrukte heranziehen. Als reale Quelle und als Erklärung bleibt dann nur der sich bewegende Körper übrig. Das kinästhetische System ist unverzichtbar für die Weltaneignung nicht nur in der Kindheitsphase (wie es die Entwicklungspsychologie mit Recht lehrt), sondern in allen Lebensphasen. Mit der Reduzierung kinästhetischer Aktivitäten werden gleichzeitig Ding- und Raumerfahrungen reduziert und damit auch Sinn und Bedeutungen (bekanntlich besteht eine enge Beziehung zwischen Sinne und Sinn).
Bedeutung der Energie im Vermittlungsprozess
Die Energieflüsse bewirken, dass aus Strukturen Prozesse, dass aus Muskeln Bewegungen werden. Sie schaffen im Gehirn Synapsen in Form von Bahnungen, durch die äußere und innere Bewegungen geleitet werden.  Als Beispiel möge der Greifreflex dienen, der über das vorbegriffliche Greifen mit dem begleitenden Spüren und Fühlen zum verbalen Begriff mit dem begleitenden Denken, Ordnen und Sprechen führt. Die Bahnungen zerfallen, wenn nichts für ihren Erhalt getan wird. Der Weg der Information aus der Umwelt ins Bewusstsein überquert zwei entscheidende Übergänge, gewissermaßen Brücken: a) die zwischen materieller Umwelt und Muskeln und b) die zwischen Muskeln und Nerven. Die Prozesse am ersten Übergang kann man analog der Prägung beschreiben und erklären: Die Muskeln werden in der körperlichen Auseinandersetzung von der jeweiligen physischen Umwelt im Verhältnis ein-zu-eins geprägt. Steige ich eine Treppe hinauf, wird deren funktionale Form in mir muskulär abgebildet. Beim zweiten Übergang findet keine Prägung, sondern eine Konstruktion statt: An den Muskeln befinden sich der Tastsinn, der innere Bewegungssinn und der Gleichgewichtssinn. Die jeweils muskulär erfahrene Umwelt wird von diesen Sinnen „aufgenommen“ und mit Hilfe zusätzlicher neuronaler Systeme zu Informationen verarbeitet. Inwieweit die muskuläre Prägung und die zusätzlichen Sinneserfahrungen abgebildet, modifiziert oder gar neu konstruiert werden, ist erkenntnistheoretisch nicht eindeutig zu beantworten. Hier findet der bereits angedeutete geheimnisvolle Übergang vom Sein zum Bewusstsein statt. Bei diesen Prozessen handelt es sich aber nicht um eine Einbahntrasse: Die über die Muskeln vermittelte Umwelt wirkt auf das Nervensystem ein wie umgekehrt das innere Bild der Umwelt über das Nerven- und Muskelsystem als Handeln verändernd auf die Umwelt einwirkt. Zumindest am Endpunkt dieses Prozesses ist die Energie nicht mehr neutral, entqualifiziert, homogen, sondern von inneren Anlagen und äußeren Bedingungen geformt und gerichtet: aus körperlicher ist geistige Energie geworden. Deutlicher und verständlicher werden die existenziellen Veränderungen der energetischen Prozesse in der Eigenbewegung, wenn man die in Maschinen und Motoren wirkenden Energieprozesse analysiert. Die Energie, die das Auto bewegt, fließt an den Fahrenden vorbei, berührt und verändert sie nicht, während durch Eigenbewegung ein Prozess in Gang gesetzt wird, der den Menschen in seiner Ganzheit erfasst. Erst in ihr und aus ihr konstituieren sich Körper, Geist und Seele, ja existenzielles Selbstbewusstsein. Das ist die entscheidende Differenz zwischen Eigen- und Fremdbewegung.
Die Einheit von Eigenbewegung und Weg
Die isolierte Bewegung eines Körpers ist eine Abstraktion, die es so in der Realität nicht gibt. Eigenbewegung ist ein hochkomplexer und ganzheitlicher Vorgang, an dem nicht nur Körper, Seele und Geist, sondern auch natürliche, soziale und kulturelle Umwelten als Gegenwart, Erinnerung und Hoffnung beteiligt sind. In diesem Prozess beeinflussen und verändern die beteiligten Funktionen und Dimensionen sich gegenseitig.
In der konkreten Bewegung verengt sich der Raum zu einem Weg.  Dessen Ausdehnung beschränkt sich nicht auf seinen materiellen Untergrund. Der Weg schließt ein, was auf und an ihm, wobei das »an« weit in den Tiefenraum gehen kann bis hin zum Horizont. Er umfasst Steigungen, Untergründe, Menschen, Autos, Gebäude, Tiere, Pflanzen, Regen, Sonne, Wind, Gerüche, Stille, Geräusche und spezifische Atmosphären wie eine Stimmung am frühen Sonntagmorgen in der Allee, also Phänomene, die man als halbobjektiv auffassen kann. Und an diesen Dingen »kleben« Bedeutungen, also individuelle und kollektive Geschichte, Assoziationen, Werte, Wünsche usw. In metaphysische Dimensionen gelangt man, wenn man materiellen Untergrund und Nichtmaterielles weiter hinterfragt. Der Weg ist also nicht linear, nicht zweidimensional, sondern zumindest dreidimensional, ja mehrdimensional, wenn man Zeit, Leben und Metaphysik hinzunimmt. Wege sind sehr verschieden. Das Spektrum reicht von Trampelpfaden bis zu Autobahnen, von bestehenden zu neu zu bahnenden, von bekannten zu unbekannten, von reizvollen zu reizarmen, von schwierigen zu leicht begehbaren, von aufsteigenden zu absteigenden Wegen, mit und ohne Menschen, mit verschiedenen Natur-, Kultur- und Sozialanteilen. Wege sind Projektionsfläche von funktionalen, ästhetischen und sozialen Wünschen und Zielsetzungen.
Eigenbewegung und Sport
Das große Anregungspotenzial einer vielfältigen Umwelt gilt es in der Eigenbewegung zu nutzen. Sportliche Tätigkeiten tun dies nicht! Die Beziehung des Sports zur Umwelt kann man gut mit den Begriffen Assimilation und Akkommodation aus der Theorie Piagets, die den Geist aus dem Handeln ableitet, erklären.  Akkommodation besteht in der Schaffung neuer Begriffe, Assimilation in der Auffüllung dieser Begriffe. Wenn ein Kleinkind für alle größeren vierbeinigen Haustiere den Begriff »Hund« benutzt, wird es eines Tages gezwungen sein, einen zweiten Begriff »Katze« aufzubauen (Akkommodation) und jeweils mit verschiedenen Katzen und Hunden zu füllen (Assimilation). Nach diesem Prinzip verläuft der gesamte Bildungsprozess: Neue Begriffe bilden und diese mit Inhalten füllen, wobei es auch hier wieder auf ein Gleichgewicht zwischen beiden Prozessen ankommt.
Der Sport hat zur Umwelt ein Verhältnis der Assimilation, das heißt, die Umwelt muss bekannt und berechenbar sein, so dass sie mühelos in die Bewegungsabläufe integriert werden kann. Sonderformen des Sports wie Querfeldeinrennen, Wildwasserfahrten, Bergtouren mit Mountain-Bikes usw. müssen eine sehr differenzierte Umwelt berücksichtigen und sich ihr anpassen (Akkommodation). Aber diese Anpassung gilt nicht dem Kennenlernen der Umwelt als Selbst- und Bildungszweck, sondern dient der Weiterentwicklung der körperlichen Fähigkeiten, so dass man auch von einer sekundären Assimilation sprechen kann. Selbst sinnen- und sinnreiche Umwelten werden im Sport zu subjektiv monotonen Umwelten. In der Regel sind sie es auch real wie z. B. Sportarenen. Dieser grundsätzliche Einwand gilt, was die soziale Umwelt betrifft, nicht für den Mannschaftssport, der ein idealer Ort für soziales Lernen ist.
Eigenbewegung und Gesundheit
Die vollkommene Ruhe, die vollkommene Bewegungslosigkeit ist der Tod, aber auch die zunehmende Ersetzung der Eigenbewegung durch technische Bewegungen wäre aus der Perspektive Gesundheit und Subjektivität Verlust: Eigenbewegung ist ein Existenzial wie Sprache und Freiheit. In und durch die Eigenbewegung hat der Mensch einerseits die Möglichkeit des direkten Zugangs zur Welt und zu sich selbst, andererseits wie ein Handwerker aber auch Veränderungen durchzuführen.
Insbesondere neuere Befunde aus der Onkologie, Orthopädie, Psychiatrie, Kardiologie und Demenzforschung haben zu einer positiven Einstellung gegenüber der Eigenbewegung geführt und zu einer Abkehr von Therapien auf Basis „Ruhe“. Das gilt auch für die Vorbeugung: Eigenbewegung hat positive Auswirkungen auf Knochen, Haut, Muskeln, Harnwege, Lungen, Herz-Kreislauf-System, Verdauung, Sexualität und Schmerzempfindungen. Die Risiken bei Diabetis, Krebs, Bluthochdruck verringern sich, Gedächtnisschwund und Alterungsprozesse verlangsamen sich. Die Beziehung zwischen Bewegungsmangel und Übergewichtigkeit ist gut erforscht. Die positiven Auswirkungen der Eigenbewegung auf die seelisch-geistige Gesundheit sind vielfältig: Sie fördert Stressabbau, wirkt gegen Melancholie, Depressionen, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen. Durch den direkten Kontakt zu sich selbst werden Identität und Selbstbewusstsein beeinflusst sowie die Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten gefördert. Für den Aufbau von Erkenntnisvoraussetzungen, Intelligenzentwicklung und primärem Erfahrungswissen sind Eigenbewegungen konstitutiv.
Geschichte der Eigenbewegung
Am Anfang steht die Eigenbewegung: Nichtmenschliche Lebewesen führen sie ausschließlich durch, außer wenn sie transportiert werden. In der Geschichte der Menschheit gibt es zu Beginn und über eine lange Periode hinweg allein die Eigenbewegung. Erst mit der Domestikation von Tieren, insbesondere des Pferdes, der Entdeckung und Nutzung der Wind- und Wasserkraft und der Erfindung von komplizierten Werkzeugen gelang es, teilweise die Eigenbewegung bei Herstellungsprozessen und Ortsveränderungen durch mechanische Apparaturen zu ersetzen, die allerdings noch direkt, d. h. vor Ort von natürlichen Energiequellen wie Wind, Wasser, Tier oder Mensch gespeist werden mussten: Mit der Erfindung der Dampfmaschine von James Watt im Jahre 1769 löste sich die starre Verknüpfung von zu betreibender Maschine und Energieträger. Die notwendige Energie konnte nun an jedem Ort und zu jeder Zeit freigesetzt und eingesetzt werden.
Im Fortgang dieser Entwicklung wurden alle Prozesse, die algorithmisch verlaufen, zunehmend von motorenangetriebenen Maschinen übernommen. Die Geschichte der Eigenbewegung ist eine Geschichte der Verdrängung durch die Technik. Exemplarisch dazu drei Befunde: Während vor ca. 10 000 Jahren unsere Vorfahren bis zu vierzig Kilometer täglich laufen mussten, um den Energiebedarf der Sippe zu decken, läuft der Bundesbürger heute außerhalb von Häusern täglich durchschnittlich 650 Meter. Jährlich werden allein in der Bundesrepublik acht Milliarden Fahrten unter einem Kilometer mit dem Auto durchgeführt. Die gegenwärtige Gesellschaft wird zunehmend zu einer sitzenden Gesellschaft. Diese Entwicklung besteht aus einem Bündel von Ursachen, die sich teilweise ergänzen und überschneiden: Bequemlichkeit als die zumeist unbewusste Antwort auf die körperlichen Mühen und Anstrengungen des Großteils einer Gesellschaft in der Vergangenheit (im klassischen Athen waren nur ca. fünfzehn Prozent der Bevölkerung freie Bürger); die Befreiung von harter körperlicher und geistig stupider Arbeit durch technische Erfindungen, die teilweise Selbstzweck wurden; Technik als Ware mit den entsprechenden Verkaufsstrategien; die real bestehenden Effizienzvorteile in bestimmten Bereichen wie Schnelligkeit, Ausdauer und quantitativer Output; die Technik wird richtig als eine Erweiterung menschlicher Fähigkeiten bestimmt, aber fälschlicherweise werden die realen technischen Produkte einem Kritiktabu unterworfen. Eine Kritik, dass durch die Technik der Mensch reduziert und gefährdet werden könnte, ist innerhalb dieses Denkrahmens nicht möglich.
Trotz vieler positiver Errungenschaften, wird es zunehmend Aufgabe sein, den Anteil an Fremdbewegung zu begrenzen, um der subjekterzeugenden und –stabilsierenden Eigenbewegung notwendigen Raum und Zeit sowie Eigenwert zu geben.
Ausblick: Eigenbewegung als ökologische, soziale und ökonomisch-politische Kategorie
Grundsätzlich verbrauchen Eigenbewegungen neben dem normalen Stoffwechsel keine zusätzlichen Energien, zudem sind sie nicht materialaufwendig. Den Anteil der Eigenbewegung insbesondere bei Ortsveränderungen zu vergrößern, ist effektiver Klimaschutz.  Eigenbewegungen liefern ebenfalls einen Beitrag zur Reduzierung internationaler und nationaler politischer Probleme, denn der ständig größer werdende Bedarf an Energie weltweit erzwingt imperiale Interventionen, zunehmend riskantere Formen der Energiegewinnung wie Atomstrom und Ölbohrungen in Tiefseebereichen und zukünftige Subventionen für billige Energie, um drohende Aufstände zu verhindern.
Die Auswirkungen von Eigenbewegungen auf Landschaft sowie auf Städte sind schonend. Ein altes Stadtviertel kann problemlos den Besuch vieler Menschen verkraften. Ein Mehr an Eigenbewegung ist effektiver Umweltschutz. Durch ihre konkrete Leiblichkeit ermöglichen und fördern Eigenbewegungen spontan entstehende soziale Gebilde und face-to-face-Öffentlichkeit.
Die Förderung der Eigenbewegung ist eine zentrale politische Aufgabe mit ökonomischen Implikationen. Die bereits formulierten und praktizierten, aber isolierten Alternativen in der Medizin, in Sport- und Freizeitwissenschaften, in Kommunikation und Interaktion, in Stadt- und Siedlungsentwicklung, in Umwelt- und Klimaschutz, in der neuen Wanderbewegung und steady-state-economy haben als gemeinsamen Kern die Eigenbewegung - oft selbst noch unbegriffen.
Literatur
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•    Bammé, A. u.a.: Maschinen-Menschen, Mensch-Maschinen. Grundrisse einer sozialen Beziehung, Reinbek 1983, ISBN 3 499 17698 x
•    Benner, D.: Allgemeine Pädagogik, 2. verbesserte Aufl. Weinheim 1991, ISBN
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•    Bielefeld, J. (Hrsg.): Körpererfahrung. Grundlage menschlichen Bewegungsverhaltens, Göttingen 1986, ISBN 3 8017 0246 4
•    Dijksterhuis, E. J.: Die Mechanisierung des Weltbildes, Berlin 1983, ISBN 3-540-02003-9
•    Feldenkrais, M.: Bewusstheit durch Bewegung. Der aufrechte Gang, Frankfurt a. M. 1978
•    Grefe, Chr.: Ende der Spielzeit. Wie wir unsere Kinder verplanen, Reinbek 1995, ISBN 3 499 60204 0
•    Grober, U.: Vom Wandern. Neue Wege zu einer alten Kunst, Frankfurt a. M. 2006, ISBN-10: 3-86150-722-2
•    Hannaford, C.: Bewegung – das Tor zum Lernen, 4. Aufl. Kirchzarten 2001, ISBN 3-924077-93-2
•    Heidegger, M.: Der Feldweg, 4. Aufl. Frankfurt a. M. 1969
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•    Klein, G. (Hrsg.): Bewegung. Sozial- und kulturwissenschaftliche Konzepte, Bielefeld 2004, ISBN 3-89942-199-X
•    Lowen, A.: Bio-Energetik. Therapie der Seele durch Arbeit mit dem Körper, Reinbek 1989, ISBN 3 499 18435 4
•    Maaßen, B.: geht los. Argumente für Eigenbewegung in Alltagswelten und eine Kritik des Autos, Glückburg 2006, ISBN 3-934097-25-1
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•    Rosa, H. (Hrsg.): Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne, Frankfurt a. M. 2005,  ISBN 3-518-29360-5
•    Rumpf, H.: Die übergangene Sinnlichkeit, Weinheim 1988,  ISBN 3-7799-0559-0
•    Seume, J. G.: Seumes Werke in zwei Bänden, Weimar 1962
•    Seume, J. G.: Spaziergang nach Syrakus, 2. Aufl. München 1963
•    Weizsäcker, v. V.: Der Gestaltkreis. Theorie der Einheit von Wahrnehmen und Bewegen, 6. Aufl. Stuttgart 1996, ISBN 3-13-418806-8
Weblinks
•    Über den Zusammenhang von Bewegung und Wahrnehmung bei Jakob von Uexküll Universität Hannover, Erziehungswissenschaften
•    Promenadologie - Spaziergangswissenschaft
•    Wandern
Belege
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2. Aebli, H.: Denken: Das Ordnen des Tuns. Bd I: Kognitive Aspekte der Handlungstheorie, 2. Aufl. Stuttgart 1993, ISBN 3-608-91664-4, S. 13 – 18;  Leroi-Gourhan, A.: Hand und Wort. Die Evolution von Technik, Sprache und Kunst, Frankfurt a. M. 1988, ISBN 3-518-28300-6, S. 42 - 83
3. Fink, E.: Grundphänomene des menschlichen Daseins, 2. Aufl. Freiburg 1995, ISBN-13: 978-3495473993; Benner, D.: Allgemeine Pädagogik, 2. verbesserte Aufl. Weinheim 1991, ISBN 3-7799-0340-7, S. 293 (Fußnote 6)
4. Bammé, A. u.a.: Maschinen-Menschen, Mensch-Maschinen. Grundrisse einer sozialen Beziehung, Reinbek 1983, ISBN 3 499 17698 x, S. 52 – 61 und 155 - 173; Rabinbach, A.: Motor Mensch. Kraft, Ermüdung und die Ursprünge der Moderne, Wien 2001, ISBN 3-85132-270-3, S. 31 - 58
5. Städtler, M.: Selbstbestimmung zwischen Natur und Technik, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie,  58 Jg., 2010, Heft 2, Berlin (Akademie Verlag), S. 257
6. Ayres, A. J.: Bausteine der kindlichen Entwicklung, 2. Aufl. Berlin 1992, ISBN 3-540-55809-8, S. 21; Zimmer, R.: Handbuch der Bewegungserziehung. Didaktisch-methodische Grundlagen und Ideen für die Praxis, 9. Aufl.  Freiburg i. Br. 1993, ISBN 3451-26906-6, S. 68 - 76
7. Metzinger, T. (Hrsg): Bewußtsein.  Beiträge aus der Gegenwartsphilosophie, 2. Aufl. Paderborn 1996, ISBN 3-506-75513-7, S. 21 - 27
8. Schopenhauer, A.: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd.I , 2. Aufl. Stuttgart 1968, ISBN 3-534-18263-4, S. 151 - 156
9. Nietzsche, Fr.: Also sprach Zarathustra, 2. durchgesehene Aufl.,  München 1988, ISBN 3-423-59065-3, S. 40
10. Kant, I.: Kritik der reinen Vernunft, Stuttgart 1966, ISBN 978-3-15-006461-0, S. 120
11. Dieser Hinweis geht auf eine schriftliche Mitteilung von Manuela Lenzen, Wissenschaftsredakteurin in der FAZ zurück, die zu dieser Problematik veröffentlicht hat.
12. Spitzer, M.: Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens, Heidelberg 2002, ISBN 3-8274-1396-6, S. 65
13. Bollnow, O. F.: Mensch und Raum, 8. Aufl.  Stuttgart 1997, ISBN 3-17-014585-1, S. 96 – 99; Merleau-Ponty, M.: Phänomenologie der Wahrnehmung, 6. Aufl. Berlin 1974 ISBN 978-3-11-006884-9, S. 91 - 96
14. Piaget, J.: Psychologie der Intelligenz, 2.  Aufl. Zürich 1947, S. 140 - 175; Piaget, J.: Einführung in die genetische Erkenntnistheorie, Frankfurt a. M. 1973, ISBN 3-518-27606-9, S. 96 - 104
15. Blech, J.: Bewegung. Die Kraft, die Krankheiten besiegt und das Leben verlängert, Frankfurt a. M. 2007, ISBN 978-3-10-004414-3. Eine fundierte und gut lesbare Zusammenfassung der Ergebnisse.
16. Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie: Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt, 2. Aufl., Frankfurt a. M. 2008, ISBN 978-3-596-17892-6, S. 34 - 51

(in Wikipedia gelöscht)